Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, Lieferungen und sonstigen Leistungen der Kalon Studio, Lion Rost, Haunoldshofen 18, 90599 Dietenhofen (nachfolgend "Auftragnehmer"), gegenüber ihren Kunden (nachfolgend "Auftraggeber").
(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Auftragnehmer ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Angebote des Auftragnehmers gelten bis zu dem im Angebot genannten Datum. Der Vertrag kommt mit der schriftlichen Auftragsbestätigung des Auftragnehmers zustande.
(2) Der Auftraggeber ist an seinen Auftrag (Angebot) für die Dauer von zwei Wochen nach Absendung gebunden.
§ 3 Leistungen
Der Auftragnehmer erbringt Dienst- und Werkleistungen in den folgenden Bereichen. Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. Pflichtenheft:
- 1. Websites & Webentwicklung: Konzeption, Gestaltung und Programmierung von individuellen Webseiten, Landingpages und Web-Applikationen.
- 2. Prozessautomatisierung: Analyse bestehender digitaler Prozesse sowie Implementierung von Automatisierungslösungen und API-Schnittstellen (z.B. Make, Zapier, individuelle Skripte).
- 3. Wartung & Hosting: Bereitstellung von Hosting-Umgebungen, technische Betreuung, Sicherheitsupdates und laufende Optimierung von bestehenden Systemen.
- 4. Softwareentwicklung: Konzeption, Entwicklung und Betrieb individueller Softwarelösungen, Web-Applikationen, Kundenportale und SaaS-Anwendungen einschließlich Datenbank- und Schnittstellenanbindung.
- 5. Suchmaschinenoptimierung: Technische und inhaltliche Optimierung von Websites zur Verbesserung der Auffindbarkeit in Suchmaschinen, einschließlich Analyse, Umsetzung und laufender Betreuung. Ein bestimmtes Ranking oder ein bestimmter Platz in den Suchergebnissen wird ausdrücklich nicht geschuldet, da dieser von Faktoren abhängt, die außerhalb des Einflussbereichs des Auftragnehmers liegen.
- 6. Online-Marketing und Werbekampagnen: Konzeption, Einrichtung und Betreuung von Werbekampagnen mit Google Ads im Google-Ads-Konto des Auftraggebers. Die Kosten für die Werbeschaltungen (Werbebudget) trägt der Auftraggeber. Sie sind nicht in der Vergütung des Auftragnehmers enthalten. Ein bestimmter Kampagnenerfolg wird nicht geschuldet.
§ 4 Mitwirkungspflichten
(1) Der Auftraggeber unterstützt den Auftragnehmer bei der Erfüllung der vertraglich geschuldeten Leistungen. Dazu gehört insbesondere das rechtzeitige Zurverfügungstellen von Informationen, Daten und Bildmaterialien in geeigneter Form.
(2) Der Auftragnehmer erstellt die Texte auf Grundlage des Fragebogens. Der Auftraggeber prüft die Texte, gibt sie frei und ist für die inhaltliche Richtigkeit seiner Angaben verantwortlich, etwa zu Qualifikationen und Leistungen. Fotos und Logo stellt der Auftraggeber.
(3) Kommt der Auftraggeber seinen Mitwirkungspflichten nicht nach und verzögert sich hierdurch die Projektlaufzeit, so behält sich der Auftragnehmer vor, den dadurch entstehenden Mehraufwand in Rechnung zu stellen.
(4) Bei Werbekampagnen formuliert der Auftragnehmer die Anzeigen nach bestem Wissen. Bei Werbung für Gesundheitsleistungen achtet er dabei insbesondere auf das Heilmittelwerbegesetz. Der Auftraggeber prüft die Anzeigen, bevor er sie freigibt. Er bleibt dafür verantwortlich, dass die beworbenen Leistungen und die Aussagen über seine Praxis oder seinen Betrieb zutreffen und dass er diese Leistungen nach dem für ihn geltenden Berufsrecht anbieten und bewerben darf. Eine Rechtsberatung im Einzelfall schuldet der Auftragnehmer nicht. Die Haftung nach § 7 bleibt unberührt.
§ 5 Vergütung und Zahlung
Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zu begleichen.
Zahlungsplan für Projekte:
- 70 % Anzahlung bei Auftragserteilung
- 30 % Restzahlung bei Abnahme des Projekts
Zahlungsplan für Werbekampagnen (statt des Zahlungsplans für Projekte):
- Einrichtungspauschale bei Freigabe des Werbekonzepts durch den Auftraggeber
- Monatliche Vergütung für die Betreuung danach, Beginn und Höhe laut Angebot
Das Werbebudget zahlt der Auftraggeber direkt an Google. Es ist nicht Teil der Vergütung des Auftragnehmers.
Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) berechnet.
§ 6 Urheberrecht
(1) Der Auftragnehmer räumt dem Auftraggeber mit der vollständigen Bezahlung der vereinbarten Vergütung das einfache, räumlich und zeitlich unbeschränkte Recht ein, die erbrachten Leistungen für den vertraglich vorausgesetzten Zweck zu nutzen.
(2) Eine Weitergabe der Nutzungsrechte an Dritte sowie die Bearbeitung der erbrachten Leistungen bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Auftragnehmers.
(3) Der Auftragnehmer hat das Recht, auf den Vervielfältigungsstücken (Hard- und Softcopies) sowie in Internetauftritten als Urheber genannt zu werden und das Projekt als Referenz in seinem Portfolio zu präsentieren, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
§ 7 Haftung
(1) Der Auftragnehmer haftet für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit vollumfänglich nach den gesetzlichen Bestimmungen.
(2) Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). In diesem Fall ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Der Auftragnehmer übernimmt keine Haftung für die rechtliche Zulässigkeit der vom Auftraggeber bereitgestellten Inhalte (z.B. Texte, Bilder, Marken). Der Auftraggeber stellt den Auftragnehmer von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer solchen Rechtsverletzung beruhen.
§ 8 Gewährleistung
(1) Mängel an der erbrachten Leistung sind dem Auftragnehmer unverzüglich nach Entdeckung schriftlich anzuzeigen.
(2) Bei berechtigten Mängelrügen hat der Auftragnehmer das Recht auf Nacherfüllung (Nachbesserung oder Neulieferung) innerhalb einer angemessenen Frist. Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der Auftraggeber nach seiner Wahl Herabsetzung der Vergütung (Minderung) oder Rückgängigmachung des Vertrags (Rücktritt) verlangen.
(3) Zufriedenheitsgarantie für den Entwurf: Entspricht der erste Entwurf der Startseite nicht den im Fragebogen festgehaltenen Vorgaben, überarbeitet der Auftragnehmer ihn so lange, bis die Vorgaben erfüllt sind. Ein Rücktritt vom Vertrag oder eine Rückzahlung der Anzahlung ergibt sich daraus nicht. Die gesetzlichen Gewährleistungsrechte nach Absatz 2 bleiben unberührt.
(4) Technik-Garantie: Die Website erreicht am Tag der Abnahme bei Google PageSpeed Insights, Ansicht Mobil, mindestens 90 von 100 Punkten. Wird der Wert nicht erreicht, bessert der Auftragnehmer kostenlos nach. Gelingt das nicht, erstattet der Auftragnehmer die für die Website gezahlte Vergütung. Ausgenommen sind Einschränkungen durch Inhalte oder Dienste Dritter, die der Auftraggeber ausdrücklich wünscht, etwa eingebettete Terminbuchungen.
§ 9 Betreuung und Kündigung
(1) Zu jedem Website-Projekt gehört ein Betreuungsvertrag. Er hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten ab Livegang und ist danach mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Kalendermonats kündbar.
(2) Im Rahmen der Betreuung reagiert der Auftragnehmer innerhalb von 48 Stunden, in den Stufen Plus und Wachstum innerhalb von 24 Stunden. Beauftragte Änderungen setzt er innerhalb von zwei Werktagen um.
(3) Neue Domains registriert der Auftragnehmer auf den Namen des Auftraggebers. Bei Vertragsende überträgt er sie auf Wunsch kostenlos.
(4) Sonstige Verträge über fortlaufende Leistungen (z.B. Wartungsverträge) werden, sofern nicht anders vereinbart, auf unbestimmte Zeit geschlossen und können mit einer Frist von 3 Monaten zum Monatsende gekündigt werden.
(5) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Auftraggeber mit der Zahlung der Vergütung in Höhe von mindestens zwei Monatsbeiträgen in Verzug ist.
(6) Die Betreuung von Werbekampagnen hat eine Mindestlaufzeit von 6 Monaten ab dem Tag, an dem die ersten Anzeigen online gehen. Danach ist sie mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Kalendermonats kündbar. Absatz 4 gilt dafür nicht.
§ 10 Datenschutz
Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten des Auftraggebers im Rahmen der Vertragsdurchführung gemäß den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der DSGVO. Weitere Informationen sind der Datenschutzerklärung zu entnehmen.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist der Geschäftssitz des Auftragnehmers (Dietenhofen), sofern der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die Parteien verpflichten sich, die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Stand: 25. Oktober 2026